Vorstellung

Daniela Köhrer

Mein Name ist Daniela und gemeinsam mit meiner Familie lebe ich in einem kleinen Örtchen am Bodensee. Neben meiner Familie begleitet mich seit fast 20 Jahren mein „ Wolf“ , eine bunte Mischung aus Kollagenose und Lymphom mit verschiedenen Organbeteiligungen von denen bis heute nicht abschließend geklärt ist, welchem Teil der Erkrankung diese zuzuordnen sind. 15 Jahre bis zur Diagnose und weitere 2 Jahre bis zur angemessenen Behandlung haben mir gezeigt wie stiefmütterlich seltene Erkrankungen in unserem Gesundheitswesen versorgt werden....meine eigenen Erfahrungen der Isolation, des „Allein gelassen Werdens“ in diesem System haben in mir den tiefen Wunsch geweckt, dem Leid der Betroffenen etwas entgegen zu setzen. Dieser Impuls hat mich dazu veranlasst gemeinsam mit meinen Mitstreitern die CT-Seite in`s Leben zu rufen. Mein Wunsch nach Verbesserungen für alle Beteiligten ist es auch der mich weiterhin Voran treibt unser Projekt gemeinsam weiter wachsen und gedeihen zu lassen…

Jean-Jacques Sarton

Mein Name ist Jean-Jacques Sarton und ich lebe am Rande des Pfälzerwald. Oft wird dieser auch die deutsche Toskana genannt. Nachdem meine Frau die Diagnose einer weit verbreiteten neurologischen Erkrankung erhielt, dachte ich , dass der Besuch einer Selbsthilfe-Gruppe ganz gut wäre. Dies führte dazu, dass ich mittlerweile seit vielen Jahren das Geschehen in der Gruppe organisiere. Schon damals bemerkte ich, dass einiges verbessert werden müsste. Der Zustand meiner Frau verschlechterte sich zunehmend und eine atypische Variante wurde diagnostiziert. Hierdurch offenbarten sich mir immer weitere Lücken in der Versorgung der Patienten mit selteneerkrankungen. In der Zwischenzeit kümmere ich mich um eine weitere selbsthilfegruppe für atypische parkinsonerkrankungen und versuche Hilfe auf Facebook zu leisten. Wichtig ist mir Politik und Öffentlichkeit zu sensibilisieren. Nicht ohne Grund werden die selteneerkrankungen auch die Waisen der Medizin genannt. Eine weitere Bezeichnung könnte auch die Waisen der Politik lauten. Als Gründungsmitglied unserer Initiative „Waisen der Medizin“ ist es mir ein Anliegen an dieser Stelle für Veränderungen einzutreten

Klaus Dürhammer

Hallo ! Ich bin Klaus, wohne am Bodensee und habe 5 Jahre Vollzeit-Pflegeerfahrung mit meiner schwerkranken Partnerin, die vor 15 Monaten an "PSP-progressiver supranukleären Blickparese", einer atypischen Parkinson gestorben ist. Ich leite die SHG "psp.bodensee" mit fast 400 Mitgliedern. Ich setze mich für die Kranken und Schwachen ein weil sie in diesem Staat zu wenig Hilfe finden und keine Lobby haben.

Dr. Peter Hellmann

Herzlich willkommen!!! Ich freue mich sehr, dass Ihr unsere Gruppe besucht. Bis 2015 hatte ich (damals 52 Jahre alt) keine gesundheitlichen Probleme. Quasi über Nacht fingen dann die "unspezifischen Symptome" an. Anders als üblich gingen Sie aber nicht wieder weg. Es folgte der erste Ärzte-Marathon mit drei stationären Aufenthalten (Onkologie, Rheumatologie und Neurologie). Am Ende wurde ein neurologisches Syndrom diagnostiziert. Eine Ursache für die Schlafstörungen und das Muskel-zittern und die Schmerzen wurde nicht gefunden. Die Behandlung erfolgt experimentell und Symptom-orientiert. Trotz aller Bemühungen meinerseits die Ursache zu finden, bleibt nur das Akzeptieren und das "Leben mit der Erkrankung". Der Austausch mit anderen Leidensgenossen hat mir hierbei sehr geholfen. Nahezu alle Informationen über Therapieoptionen, alternative Methoden, Arztempfehlungen und Tipps zu möglichen (abzuklärenden) Diagnose habe ich durch Austausch mit anderen Erkrankten bekommen. Diese Erfahrung möchte ich gerne teilen und hoffe so, dass gerade Menschen mit seltenen Erkrankungen oder ohne Diagnose (ein Syndrom ist keine Diagnose, sondern beschreibt nur die Symptome!) davon profitieren. Das Gesundheitssystem ist für solche Erkrankungen überhaupt nicht ausgelegt. Mit entsprechenden Konsequenzen für uns. Hilfe zur Selbsthilfe ist hier mehr als notwendig.